Rohrbach kämpferisch zum 18. Rang an Heim EM in Bern

Einen solchen Hexenkessel hat der Mountainbike Sport noch selten gesehen. 20‘000 Besucher brachten gestern im Rahmen der Mountainbike Europameisterschaft den Berner Hausberg Gurten zum zittern. Um 14.00 Uhr starteten die Herren Elite zu einem packenden Titelrennen, welches der Franzose Julien Absalon vor Nino Schurter und Marco Aurelio Fontana für sich entschied.

 

Auch der goldwurst-power/Stöckli Fahrer Nicola Rohrbach war mit dabei. Für ihn ist es eine Ehre für die Schweiz am Start zu stehen, denn in anbetracht der hohen Leistungsdichte in der Schweiz ist es für einen Schweizer Fahrer nur schon ein Höhepunkt sich für eine EM oder WM fürs Kader zu qualifizieren.

 

Für Rohrbach war klar, es gibt bei diesem Rennen nur eines:“ Ich kämpfen bis zum Umfallen. Egal was am Schluss dabei raus schaut, ich will mir im Nachhinein nicht vorwerfen, nicht alles gegeben zu haben.“ Gesagt, getan. Rohrbach startete sehr gut und konnte sich nach den ersten drei Startschlaufen an vierter Position hinter Schurter, Absalon und Fontana einreihen. Wärhend zwei Runden konnte er den vierten Platz halten. „Es war absolut verrückt, ich konnte es kaum glauben, dass ich so weit vorne fahre. Die vielen Schweizer Fans am Streckenrand beflügelten mich und ich spürte keinen Schmerz.“ Danach hatte der goldwurst-power/Stöckli Fahrer aber zweifel, ob er das enorm hohe Tempo durchhalten kann und nahm Geschwindigkeit raus. „Ich liess mich in die rund zehnköpfige Verfolgergruppe mit Vogel und Giger zurück fallen. Ich dachte, es helfe mir mehr, als vorne alleine zu fahren.“ Dieser Entscheid war nicht nur positiv. Rohrbach verlor seinen Rhytmus und fiel in ein Loch, konnte sich aber auf den letzten zwei Runden nochmals erholen und fuhr in der letzten Runde sogar nochmals die 11. schnellste Rundenzeit.

 

Am Schluss überquerte er total ausgepowert als 18. die Ziellinie. „Ich war am Ende mit meinen Kräften, das Rennen war brutal hart. Am Anfang war ich noch leicht Enttäuscht, dass ich mich vorne nicht behaupten konnte, doch am Ende des Tages realisierte ich, dass die heutige Leistung sehr gut war, vorallem auch im Vergleich mit den anderen Schweizer.“

 

Rohrbach hat mit der Leistung an der Heim EM eindrücklich bewiesen, dass in Zukunft mit ihm zu rechnen ist und zieht sein Fazit so. „ Ich muss lernen mit so Situationen umzugehen, gelingt mir das, kann ich auch im Weltcup vorne mitfahren.“

 

Kommendes Wochenende ist Rennpause, es gilt sich gut zu erholen und zu trainieren. Schon am 7. Juli steht ein weiterer Saisonhöhepunkt an – die Schweizermeisterschaften, welche dieses Jahr in der Lenzerheide stattfinden.